Camping
7. Oktober 2026· 13 Min. Lesezeit

Home is where you park it

Und wo die Kinder andere Kinder finden. Warum wir Vanlife lieben und trotzdem nie im Van wohnen würden.

Home is where you park it

Wenn in unserem Movano nachts jemand auf die Toilette muss, sind danach alle vier wach. Die Kinder schlafen oben im Schlafdach, meine Frau und ich hinten im Heck. Der Rest des Campers ist da, wo wir uns sonst aufhalten: Küchenzeile, Sitzecke und ein schmaler Gang. Dort kochen, essen und spielen wir tagsüber. Ein Kastenwagen bietet für vier Personen nicht unendlich viel Platz, denn er ist ungefähr 2,20 Meter breit, und die Möbel nehmen davon auch noch ihren Teil ein. Das Bad ist sehr klein, und benutzt wird darin nur die Toilette. Wer nachts aufsteht, weckt die anderen, und daran lässt sich in einem Kastenwagen nichts ändern.

In den Videos, die wir gern schauen, kommt diese Szene nicht vor. Auf YouTube gibt es inzwischen unzählige Kanäle von Menschen, die dauerhaft in einem Van leben, und die Bilder ähneln sich: Eine Drohne fliegt über einen Transporter an einer Steilküste, die Schiebetür steht offen, drinnen wird Kaffee gekocht, und draußen geht die Sonne über dem Meer unter. Wir finden das faszinierend, aber beim Zuschauen kommen uns immer wieder dieselben Fragen, vor allem bei den Familien mit kleinen Kindern: Was macht dieses Leben mit ihnen, und wie läuft das eigentlich mit der Schule?

Seit Ende 2024 sind wir selbst mit einem Kastenwagen unterwegs, nach sieben Jahren als Zeltfamilie. Mit dem Leben in diesen Videos hat das, was wir machen, wenig zu tun. Wir fahren in den Ferien los und kommen danach wieder nach Hause, während die Leute auf YouTube im Van wohnen und kein anderes Zuhause haben, in das sie zurückfahren.


Ein Fotoprojekt aus dem Jahr 2011

Den Begriff gibt es seit November 2011. Foster Huntington hatte damals seine Stelle als Designer bei Ralph Lauren in New York gekündigt und einen alten VW-Bus gekauft, in dem er die nächsten drei Jahre lebte. Auf Instagram kündigte er ein Fotoprojekt an, das er #vanlife nannte. Es sollte das Leben auf der Straße feiern, unter dem Motto „home is where you park it“: Zu Hause ist, wo du parkst.

Den Bus hat Huntington längst aufgegeben. Er lebt heute in einem selbst gebauten Baumhaus im US-Bundesstaat Washington und fährt einen Honda. 2018 hat er einer Wochenzeitung in Portland erklärt, was ihm an der heutigen Szene Unbehagen bereitet. Die Leute hätten überhaupt nicht verstanden, worum es dabei geht, sagte er. Für ihn war das Leben im Bus eine Antwort auf eine wirtschaftliche Frage, eine billigere Art zu wohnen als in einer teuren Mietwohnung, und über diese Frage rede heute niemand mehr. Stattdessen verkauften die Accounts darüber Produkte, bis hin zu Yogamatten.


Siebzig E-Mails für ein Foto

Wie das Geschäft dahinter funktioniert, hat die Journalistin Rachel Monroe 2017 für den New Yorker aufgeschrieben. Sie war acht Tage mit Emily King und Corey Smith unterwegs, einem Paar, das damals seit vier Jahren in einem VW-Bus lebte und auf Instagram unter dem Namen „Where's My Office Now“ davon erzählte. Kennengelernt hatten die beiden Huntington 2012 in Nicaragua. Smith hatte ihm dort sein Surfbrett repariert, und Huntington traute den beiden zu, es lange auf engem Raum miteinander auszuhalten. Er riet ihnen, es mit einem Van zu versuchen.

Ihr Geld verdienten King und Smith mit Kooperationen. Unter ihren Partnern waren eine Kartoffelchipsmarke, ein Hersteller von Müsliriegeln und ein Modelabel, und die Tourismusbehörde der kanadischen Provinz Saskatchewan zahlte ihnen 7.000 Dollar für eine Fahrt durch ihr Grasland. Für eine einzige Kooperation hat Emily King mehr als siebzig E-Mails mit einer Firma ausgetauscht, die jedes Foto und jede Bildunterschrift vorab freigeben wollte und außerdem festlegte, um welche Uhrzeit gepostet wird. Auf einem der Bilder kocht King Wasser in einem Teekessel, und im Hintergrund steht gut sichtbar eine hellblaue Thermoskanne.

Huntington, im selben Artikel befragt, hat das so zusammengefasst:

„Es sieht aus, als hätten sie Spaß. Aber sie arbeiten viel.“

Kein Sponsor bezahlt für einen Regentag mit vier Leuten im Van. Wer das weiß, sieht in den Videos auch, was darin fehlt. Ich finde das nicht verwerflich. Die Leute, die solche Kanäle betreiben, haben einen Beruf daraus gemacht, und nach allem, was Monroe beschreibt, arbeiten sie dafür mehr als die meisten, die ihnen zuschauen.

Ich selbst poste nur selten ein Foto von unserem Movano. Über unser Camping schreibe ich dafür regelmäßig hier im Blog, und auch hier steht nur, was ich auswähle.


Vollzeit ist ein anderes Leben

Auf die Frage nach der Schule gibt es in Deutschland eine klare Antwort. Die Schulpflicht hängt am Wohnsitz oder am gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes. Wer mit dem Wohnmobil innerhalb Deutschlands von Ort zu Ort fährt, hat ein schulpflichtiges Kind, egal, wo der Van gerade steht, und den Wunsch der Eltern, selbst zu unterrichten, lassen die Gerichte nicht als Grund gelten. Die Schulpflicht entfällt erst, wenn sich die Familie abmeldet und ihren Aufenthalt tatsächlich ins Ausland verlegt. Beim Einwohnermeldeamt steht dann „ohne festen Wohnsitz im Ausland“. Familien aus Deutschland, die mit Schulkindern dauerhaft unterwegs sein wollen, bleibt also nur dieser Weg.

Beim Zuschauen stellen wir fest, dass so ein Leben nur in einem bestimmten Lebensabschnitt passt. Und es setzt voraus, dass eine Familie ganz auf sich selbst ausgerichtet ist, Eltern und Kinder, sonst niemand. Uns fällt auf, dass die Familien in diesen Kanälen zur größeren Familie keinen oder nur sehr wenig Bezug haben, jedenfalls ist davon in ihren Videos kaum etwas zu sehen.


Gemeldet, aber wo?

Hinter der Schulfrage steht eine größere, nämlich die, wo jemand wohnt, der im Van wohnt. Das Bundesmeldegesetz zählt jeden umschlossenen Raum als Wohnung, in dem jemand wohnt oder schläft, macht für Wohnwagen und Wohnmobile aber eine Ausnahme: Sie gelten nur dann als Wohnung, wenn sie nicht oder nur gelegentlich fortbewegt werden. Ein Van, der alle paar Tage woanders steht, ist deshalb keine Adresse, unter der sich jemand anmelden kann.

Am Wohnsitz hängt auch die Steuer. Eine Wohnung in Deutschland, die jemand weiter nutzen kann, macht ihn hier unbeschränkt steuerpflichtig, egal wie viele Monate er unterwegs ist. Dasselbe gilt nach mehr als sechs Monaten am Stück in Deutschland, auch ohne Wohnung. Schwer zu greifen ist für ein Finanzamt erst jemand, der sich abmeldet und nirgends lange bleibt. Ganz frei ist er trotzdem nicht, denn wenn er in ein Land mit niedrigen Steuern zieht und weiter wirtschaftliche Interessen in Deutschland hat, kann das Finanzamt nach dem Außensteuergesetz noch bis zu zehn Jahre lang Steuern verlangen.

In den USA ist aus dieser Frage ein eigenes Geschäft entstanden. Beliebt sind bei Vollzeit-Nomaden dort South Dakota, Texas und Florida, drei Bundesstaaten, die keine eigene Einkommensteuer erheben. In South Dakota reicht für die Anmeldung eine Nacht auf einem Campingplatz samt Quittung, und die Post läuft über einen Weiterleitungsdienst, der sie dorthin schickt, wo der Van gerade steht. Das ist legal, und Vanlife-Ratgeber empfehlen es offen.

In Deutschland sprechen Steuerfahnder bei Influencern ganz allgemein von der „Dubai-Masche“: Abmeldung in Deutschland, Anmeldung in einem Land ohne Einkommensteuer, und weiter Geld verdienen mit deutschem Publikum und deutschen Werbepartnern. Strafbar wird das, wenn der Umzug nur auf dem Papier stattfindet und die Leute in Wahrheit weiter hier leben. In Nordrhein-Westfalen gibt es dafür seit Januar 2025 ein eigenes Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität mit einem Team nur für Influencer. Es hat rund 6.000 Datensätze aus sozialen Netzwerken ausgewertet und schätzt den Steuerschaden allein in diesem Bundesland auf etwa 300 Millionen Euro. Im Juli 2025 liefen rund 200 Verfahren. Ob unter den Fällen auch Vanlifer sind, geht aus den Berichten nicht hervor.


Allein am Meer

Auch das zweite große Motiv, der Platz ganz allein am Meer, ist in Deutschland eng geregelt. Auf einem öffentlichen Parkplatz darf ein Wohnmobil über Nacht stehen, damit der Fahrer seine Fahrtüchtigkeit wiederherstellen kann, also für eine Nacht, bevor es weitergeht. Stühle, Tisch, ausgefahrene Markise oder Auffahrkeile gelten bereits als Camping und sind dort verboten. Die oft genannten zehn Stunden stehen übrigens in keinem Gesetz, sie sind ein Richtwert, an dem sich Polizei und Ordnungsämter orientieren. Wer mit einem Kaffee in der offenen Schiebetür sitzt, bleibt innerhalb der Regeln, mit zwei Campingstühlen davor schon nicht mehr.

In vielen Ländern, in denen Freistehen lange möglich war, ist es inzwischen verboten oder stark eingeschränkt. Portugal hat im Januar 2021 das Übernachten in Campern außerhalb ausgewiesener Plätze untersagt. Nach einer Änderung im Sommer desselben Jahres dürfen Wohnmobile zwar wieder bis zu 48 Stunden auf öffentlichen Flächen stehen, aber nicht in Natura-2000-Gebieten und nicht in den Schutzzonen an der Küste. Das sind oft genau die Küstenstreifen, die in den Videos zu sehen sind, und wer dort nachts erwischt wird, zahlt bis zu 600 Euro. Griechenland hat im Januar 2025 ein Gesetz beschlossen, das Wohnmobile über Nacht von Stränden, aus Wäldern und von öffentlichen Parkplätzen verbannt, mit 300 Euro Bußgeld pro Fahrzeug. Als Gründe nennen beide Länder die steigende Zahl der Wohnmobile, Müll und Schäden an der Natur, und Griechenland ausdrücklich auch die Campingplätze, denen die Gäste fehlen.

In Schweden haben viele Camper die Regeln sehr weit gedehnt. Das Jedermannsrecht erlaubt dort, fremdes Land zu betreten und ein oder zwei Nächte darauf zu zelten. Für Wohnmobile gilt es nicht, denn die zählen nach Auskunft der schwedischen Umweltschutzbehörde als Kraftfahrzeuge, und mit denen darf niemand abseits der Straßen in die Natur fahren. Trotzdem sind im Sommer 2025 so viele Wohnmobile und Autos mit Dachzelt über private Forstwege tief in die Wälder von Östergötland gefahren, dass die Provinzverwaltung eingreifen musste. Ausländische Apps hatten die Stellen verbreitet, samt Booten und Feuerholz, die sich dort angeblich einfach nutzen ließen, ohne dass jemand die Grundbesitzer gefragt hätte. Der schwedische Bauernverband sprach von Zuständen wie im Wilden Westen, und die Behörde stellte klar, so sei das Jedermannsrecht nicht gedacht.

Das hängt für uns mit den Videos zusammen, auch wenn keines dieser Gesetze Social Media als Grund nennt. Solange nur wenige Leute solche Orte gezeigt haben, fiel es kaum auf, ob sie sich dabei an die Regeln hielten oder nicht. Inzwischen haben so viele dieses Geschäftsmodell entdeckt und so viele Zuschauer sind ihnen hinterhergefahren, dass die Länder reagieren mussten. Wir sehen trotzdem immer wieder Videos, in denen ein Van dort steht, wo das längst verboten ist, weil es im Bild besser aussieht, natürlich immer brav mit dem Hinweis, am Ende keinen Müll dazulassen. Das ist schön, aber die Regel, gegen die das Video verstößt, betrifft nicht den Müll, sondern das Stehen.

Wir haben bisher immer auf Campingplätzen gestanden, und das liegt an den Kindern. Auf einem Campingplatz finden sie andere Kinder, und es gibt dort mehr Möglichkeiten zu spielen als an jedem einsamen Strand. Unser Sohn ist zehn und fände Camping ohne das schlicht langweilig. Für ihn ist der einsame Platz an der Steilküste ein Nachmittag ohne andere Kinder.


Vier Bauarten und ein Movano

Wer nach Jahren im Zelt ein Wohnmobil sucht, merkt schnell, dass es grob vier Bauarten gibt.

Beim Kastenwagen wird ein Transporter von innen ausgebaut, die Blechkarosserie bleibt, wie sie ist. Das ist die kleinste Bauart, und sie fährt sich wie ein Transporter, weil sie einer ist. Der Teilintegrierte setzt hinter das Originalfahrerhaus einen eigenen Wohnaufbau, der breiter ist als der Transporter und gerade Wände hat. Innen gibt es dadurch deutlich mehr Platz und mehr Stauraum. Der Alkoven hat zusätzlich eine Schlafkoje über dem Fahrerhaus, die typische Nase über der Windschutzscheibe, und kommt so auf bis zu sechs Schlafplätze. Für größere Familien ist er deshalb die häufigste Wahl, dafür ist er höher als ein Teilintegrierter, der sich deshalb angenehmer fährt. Beim Vollintegrierten baut der Hersteller auch die Front selbst, und das Fahrerhaus geht ohne Trennung in den Wohnraum über. Das ist die komfortabelste und meist auch die luxuriöseste Bauart, mit der größten Bewegungsfreiheit innen.

Ein Teil der Entscheidung ist Geschmackssache. Im Vollintegrierten sitzt man abends hinter einer riesigen Frontscheibe wie in einem Wohnzimmer mit Panoramablick, im Alkoven schlafen die Kinder in einer Koje über dem Lenkrad, und im Kastenwagen weiß man jederzeit, dass man in einem Transporter unterwegs ist.

Für uns gab es zwei Gründe. Der erste ist der Führerschein, denn mit Klasse B dürfen wir nur 3,5 Tonnen fahren. Wie knapp das bei uns wird, habe ich im Text über das Gewicht beschrieben: 422 Kilogramm Zuladung für vier Menschen und drei Wochen Urlaub. Der zweite und für uns entscheidende Grund ist die Handlichkeit, denn Teilintegrierte sind häufig sogar leichter als Kastenwagen. Unser Movano ist 6,50 Meter lang, damit noch recht übersichtlich, und er ist schmal genug, dass er auf unsere Auffahrt passt. Wir wollten einen Camper, den wir wenigstens teilweise auch im Alltag fahren können.

Gekauft haben wir ihn bei Hannes Camper, ausgebaut hat ihn Robeta, ein Hersteller aus Slowenien. Die Kinder schlafen im Schlafdach, wir hinten. Es gibt ein kleines Bad mit Toilette und Dusche, aber die Dusche war seit dem Kauf noch kein einziges Mal in Betrieb, weil wir lieber die Außendusche benutzen. Sie ist damit der sauberste Ort im ganzen Fahrzeug.


Morgens und abends

Morgens ziehen sich vier Menschen zwischen Küchenzeile, Sitzecke und schmalem Gang an, und das ist bei uns jeden Tag ein eigenes Thema. Wir müssen uns abstimmen, wer wo und wie an seine Klamotten kommt und sich um- und anzieht. Es ist ein bisschen wie beim Raclette, wo wir uns die Zutaten fürs Pfännchen über den Tisch reichen müssen.

Das Schönste an dieser Enge passiert abends. Dann hören wir die drei ??? über eine Bluetooth-Box. Sie steht vorne, und von dort hören alle vier die Folge, ob sie schon oben im Schlafdach liegen oder hinten im Bett, aber die Nachbarn draußen bekommen davon nichts mit.


Was an den Videos stimmt

Die Videos lassen vieles weg, aber das, was sie zeigen, gibt es. Wir erleben es auch, obwohl wir auf Campingplätzen stehen und nur in den Ferien unterwegs sind. Die Natur ist nah, oft nur eine Schiebetür entfernt. Es gibt dieses Freiheitsgefühl, weil wir alles dabeihaben, was wir brauchen, und weil uns für ein paar Wochen niemand vorschreibt, wie ein Tag abzulaufen hat. Und es gibt Momente, in denen wir ganz bei dem sind, was gerade passiert, ohne dass irgendetwas anderes dazwischenkommt. Ich nenne das die Intimität mit dem Moment. Wir lieben dieses Campingleben, auch wenn wir dabei nicht die Bilder produzieren, die andere uns vormachen.

Vollzeit im Van werden wir nicht leben. Dafür sind wir im falschen Lebensabschnitt, und unsere Familie besteht aus mehr Menschen als den vier, die in den Movano passen.

Unsere Tochter ist fünfzehn, und wir schätzen, dass sie nicht mehr lange mit in den Urlaub kommt. Dann sind wir zu dritt, und das Schlafdach gehört unserem Sohn allein. Bis dahin steht abends vorne die Box, und alle vier hören dieselbe Folge.

Euer

Mathis

Foto von Fabio Sasso auf Unsplash


Quellen und weiterführende Lektüre

Rachel Monroe – #Vanlife, the Bohemian Social-Media Movement (The New Yorker, 24. April 2017). Die Reportage, auf der der Mittelteil dieses Textes beruht: acht Tage mit Emily King und Corey Smith im VW-Bus, samt der siebzig E-Mails, der 7.000 Dollar aus Saskatchewan und der Thermoskanne im Hintergrund. Das Zitat von Foster Huntington („It looks like they're having fun … But they're working a lot“) habe ich übersetzt. Die Zahlen darin stammen aus dem Jahr 2017. Zusammenfassungen der wichtigsten Details bei Jalopnik (jalopnik.com) und im Interview mit Monroe bei Longreads (longreads.com).

Willamette Week – The Portland-Raised Creator of the #Vanlife Phenomenon Says You're Getting it all Wrong (26. Juni 2018, wweek.com). Foster Huntington über das, was aus seinem Hashtag geworden ist. Die Gegenstimme kommt hier aus der Szene selbst, von dem Mann, der den Hashtag erfunden hat.

Die Freilerner – Wohnsitz, Meldepflicht und Schulpflicht (freilerner.de). Erklärt aus Sicht von Familien, die ohne Schule leben wollen, woran die Schulpflicht in Deutschland hängt und wann sie entfällt. Die Seite vertritt eine klare Position, die Rechtslage beschreibt sie trotzdem nüchtern: Abmeldung und tatsächlicher Aufenthalt im Ausland, sonst bleibt das Kind schulpflichtig.

§ 20 Bundesmeldegesetz (gesetze-im-internet.de) und §§ 8 und 9 Abgabenordnung (gesetze-im-internet.de). Die beiden kurzen Paragrafen, an denen hängt, ob ein Van eine Wohnung ist und ab wann jemand in Deutschland steuerpflichtig ist. Bei § 9 lohnt der zweite Satz: Wer sich nur zur Erholung aufhält, wird erst nach einem Jahr steuerpflichtig und nicht schon nach sechs Monaten.

WINHELLER Rechtsanwaltsgesellschaft – Digitale Nomaden ohne Wohnsitz: 4 Steuerrisiken (winheller.com). Eine Kanzlei, die solche Fälle berät, erklärt, warum die Abmeldung allein nicht von der deutschen Steuer befreit, samt erweiterter beschränkter Steuerpflicht und Wegzugsbesteuerung.

Gnomad Home – Domicile for Nomads (gnomadhome.com). Ein Ratgeber von Vollzeit-Vanlifern für Vollzeit-Vanlifer, der die US-Bundesstaaten nach Steuer, Zulassung und Postweiterleitung vergleicht. Aufschlussreich gerade deshalb, weil er die Steuerfrage so selbstverständlich behandelt.

ZDFheute – Influencer im Visier der Steuerfahnder (13. Mai 2026, zdfheute.de) und Stuttgarter Nachrichten – Steuerhinterziehung durch Influencer: Die Dubai-Masche erklärt (16. Juli 2025, stuttgarter-nachrichten.de). Die Zahlen aus Nordrhein-Westfalen stammen von hier. Einen dokumentierten Fall eines bekannten Vanlifers nennt keiner der Berichte, und Namen stehen deshalb auch nicht in diesem Text.

Promobil – Über Nacht am Straßenrand: Das steckt hinter dem Mythos der 10-Stunden-Regel (promobil.de). Die beste Aufstellung, was beim Übernachten außerhalb von Campingplätzen erlaubt ist und was schon als Camping gilt. Auffahrkeile nennt der Artikel als häufigsten Verstoß.

Kucavana – Portugal with a motorhome: the new regulations updated in July 2021 (kucavana.es). Die genaueste Darstellung, die ich zu Portugal gefunden habe, mit dem Unterschied zwischen dem Verbot vom Januar und der Lockerung vom Juli 2021. Viele deutsche Seiten schreiben bis heute, Freistehen sei in Portugal komplett verboten, und das stimmt so nicht. Die Bußgelder von 60 bis 300 Euro und in Schutzgebieten 120 bis 600 Euro stammen von hier.

Vanlife Zone – Greece restricts vanlife and bans wild camping with new law (vanlifezone.com). Zum griechischen Gesetz 5170/2025, Artikel 27, samt der offiziellen Begründung. Geschrieben aus Sicht der Szene, die das Gesetz naturgemäß nicht mag.

Husvagn & Camping – Allemansrätten – vad får vi göra? (29. Juli 2026, husvagnochcamping.se). Der Umweltjurist Nils Hallberg von der schwedischen Umweltschutzbehörde erklärt, warum das Jedermannsrecht für Wohnmobile nicht gilt.

LRF – Husbilar får Länsstyrelsen att agera (26. September 2025, lrf.se). Der schwedische Bauernverband über den Sommer 2025 in Östergötland, die Apps und die Reaktion der Provinzverwaltung. Die Quelle, die am nächsten an das herankommt, was ich über die Videos vermute: Verbreitet wurden die Orte digital, und gekommen sind dann viele.

ADAC – Übernachten auf öffentlichem Parkplatz: Bußgeld für Wohnmobilfahrer (adac.de). Die Rechtslage zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit in kurzer Form.

Autozeitung – Alkoven, Teilintegrierte & Co.: Alle Wohnmobil-Typen erklärt (autozeitung.de) und PiNCAMP by ADAC – Welche Wohnmobilaufbauten gibt es (pincamp.de). Zwei gute Überblicke über die Bauarten für alle, die vor derselben Entscheidung stehen wie wir Ende 2024.

Caravaning Industrie Verband – Jahresbilanz 2025 (civd.de). Zur Einordnung, wie groß der Markt ist, über den die Videos erzählen: 75.368 neu zugelassene Reisemobile in Deutschland im Jahr 2025, dazu 111.034 gebrauchte, die den Besitzer gewechselt haben.

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